Luftgewehr – Die Disziplinen im Sportschiessen Teil 1

Disziplin: Luftgewehr

Ich werde die Verschiedenen Disziplinen im Bereich Sportschießen, in einer Serie, kurz erklären und Vorstellen.

Anfangen wollen wir mit meiner Paradedisziplin :) Dem Luftgewehr 10m.

In diesem Beitrag Erkläre ich den Aufbau eines Luftgewehr

Disziplin: Luftgewehr 10m

Als Sportgerät wird ein Luftgewehr verwendet, das zum Antrieb Luft oder kalte Gase verwendet.
Das Maximalgewicht liegt bei 5,5 kg. Und die maximale Schussenergie bei 7,5 Joule.
In der heutigen Zeit sind die Match Luftgewehre zu HighTech Modellen herangewachsen, die so einige Technische Finessen aufweisen.

Als Munition werden Handelsübliche Bleidiabolos im Kaliber .177 (4,5mm) verwendet.

Es wird auf einen Scheibenspiegel geschossen. Das Ziel ist in 10 Ringe unterteilt, von denen jeder 2,5mm Abstand zum nächsten hat. Die Mitte, also die „10“, ist durch einen Punkt dargestellt, der im Durchmesser 0,5 mm misst. Internationale Wettkämpfe sowie Bundes- und Landesligen schießen fast ausschließlich auf Elektronische Anlagen. Zu Ihrer Erklärung komme ich in einem späteren Beitrag.

Die Entfernung des Schützen zur Scheibe beträgt 10m.

Der Anschlag wird als „stehend freihändig“ bezeichnet. Es bedeutet das weder Sportgerät noch Schütze sich an künstlichen Stützen anlehen dürfen. Nur der Körper darf  zur Stabilisierung des Anschlags und des Sportgerätes verwendet werden.

Das Wettkampfprogramm besteht aus 40 Schüssen, vor beginnen der 40 Wertungsschüsse dürfen beliebig viele Probeschüsse abgegeben werden. Auf internationaler Ebene wird die Anzahl der Wertungsschüsse bei den Herren auf 60 erhöht.
Die maximale Schießzeit beträgt bei 40 Schuss 75 Minuten und bei 60 Schuss 120 Minuten. Inklusive der vorhergehenden Probeschüsse.

Die Schülerklasse (bis 16 Jahre) schießt nur ein Halbprogramm.

 

Beim Luftgewehr schießen kommt es auf einen Stabilen Stand an, dieser wird durch den äußeren Anschlag gegeben. Das Gewicht des Gewehrs wird dabei so auf den Knochenbau verteilt, das es ohne große Kraftaufwendung gehalten werden kann. Hohe Konzentrationsfähigkeit über die gesamte Wettkampfdauer, sowie die Feinmotorik, auch kleinste Veränderungen am Ablauf aufspüren zu können sind ebenfalls wichtige Punkte.
Es hört sich vielleicht nicht sehr schwierig an. Doch stellt euch einen 0,5 mm großen Punkt vor, den Ihr in 10 Meter Entfernung treffen wollt…. Der ist verdammt klein dann :)

Im den Wettkampfklassen bis zur Oberliga, treten 5 Schützen in einer Mannschaft gegeneinander an.
Die erzielten Ergebnisse werden zusammengezählt, wobei das schlechteste Ergebnis jeder Mannschaft gestrichen wird. Die Mannschaft mit den meisten Gesamtringen gewinnt dann den Wettkampf.
Ab den Landesligen aufwärts wird der sogenannte Bundesligamodus geschossen.
In diesem Modus werden die Schützen auf eine Setzliste an die Positionen 1 bis 5 gesetzt.
Nun schießen die Schützen der jeweiligen Positionen direkt gegeneinander. Schütze 1 schießt als gegen Schütze 1 der Gegnermannschaft. Derjenige der dieses Duell gewinnt, erzielt einen Punkt für seine Mannschaft. Die Mannschaft mit den meisten gewonnenen Einzelpunkten gewinnt den Wettkampf. Dieser Modus ist für Zuschauer sehr viel Transparenter und Spannender.

Die Weltrekorde liegen hier in den Bereichen der Maximalringzahl von 400 bzw. 600 Ringen. Aus diesem Grund wird auf internationalen Wettkämpfen ein Finale der besten Schützen angeschlossen. In diesem Finale werden, üblicherweise, 10 Schuss abgegeben. Diese werden dann bis auf die Zehntel Stelle ausgewertet. Der Maximalwert eines Schusses ist also nicht mehr 10, sondern 10,9. Sonst wäre kein Sieger zu ermitteln.

facebook marketing